Situation vor dem Bau

Das Dorf Manankoroni liegt 30 km ausserhalb von Bamako und hat bis Oktober 2011 keine medizinische Versorgung gehabt. Erkrankt die Dorfbevölkerung hat sie sich in der Hauptstadt behandeln lassen müssen. Schlechte Strassenverhältnisse von Manankoroni nach Bamako haben die Situation zusätzlich erschwert. Je nach Fahrzeug ist es nicht verwunderlich, dass die Reise 1 1/2 Stunden oder länger dauert.

Nicht daran zu denken, wenn die Einwohner von Manankoroni in erkranktem Zustand diese Strecke haben zurücklegen müssen. Zudem fehlt den meisten das Geld.

 

 

 

Erkrankt ein Kind, kann es nicht mehr in die Schule gehen. Wird ein erwachsenes Familienmitglied krank, wird das Kind von der Schule genommen, damit es zu Hause bei der Arbeit mithilft. Nur so kann die Familie überleben.

Häufig sterben bei Geburtskomplikationen die Neugeborenen oder die Mütter, nur weil keine medizinische Hilfe anwesend ist. Frauen, welche leider beschnitten worden sind, leiden häufig an Infektionen. Viele Menschen leiden und/oder sterben an Malaria, Wund- infektionen, usw..

Diese sind nur einige gesundheitliche Gründe warum unser Verein diese menschenunwürdige Situation geändert und so schnell wie möglich eine Notfallstation in Manankoroni gebaut hat.

Die Grösse der "Ersten-Hilfe-Station" entspricht den Bedürfnissen der Dorfbevölkerung.

Durch die Projektrealisierung können die erkrankten Kinder schneller genesen und wieder in die Schule gehen.

Eine sehr gute Gesundheitsversorgung gewährleistet eine stabile Familienstruktur.

Die Dorfbevölkerung muss nicht mehr länger leiden.

Leben können gerettet werden.

Lehmhütten dienen oft in Mali als "Notfallstation"

 

 

 

Gesundheitsversorgung in Mali / Notfallstation

In Mali hat nur jede dritte Person Zugang zur medizinischen Gesundheitsversorgung.

In ländlichen Gebieten besteht häufig überhaupt keine medizinische Versorgung.

 

Einige Zahlen sollen dies verdeutlichen:

  • Kindersterblichkeit:                 230 pro 1000 Lebensgeburten
  • Säuglingssterblichkeit:            140 pro 1000 Lebensgeburten
  • Müttersterblichkeit:                 580 pro 100'000 Geburten
  • Kindersterblichkeit < 5 Jahre:  13-14%
  • Lebenserwartung:                   50 Jahre

 

Unterernährung, unzureichende Gesundheitsversorgung und prekäre, unhygienische Lebensbedingungne führen zu diesen Zahlen.

Etwa 40% der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

In Mali hat auf dem Land nur rund ein Drittel der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung.

 

In Mali sind die Gemeinden zuständig für die medizinische Versorgung. Allzu häufig fehlen den Gemeinden jedoch die finanziellen Mittel, um die Aufgabe zu erfüllen.

Auch dem Dorf Manankoroni, welches vorwiegend von der Landwirtschaft lebt, fehlt das Geld dazu.