Wirtschaft in Mali

 

Mali ist eines der ärmsten Länder der Welt und hat grosse wirtschaftliche und soziale Probleme.

60% der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Mali gehört zu den Niedriglohnländern, d.h. pro Tag verdient ein Einwohner weniger als 1 Dollar.

Rund 10% der Bevölkerung Malis sind Nomaden und 70-80% sind Bauern. Demzufolge ist der primäre Sektor mit Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei der wichtigste. 40% des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet Mali in der Landwirtschaft.

 

 

 

Im Süden und im Einzugsgebiet des Niger, der Mali rund 1700 km durchfliesst und mitten im Land ein fruchtbares Delta bildet, ist Ackerbau möglich. Angebaut wird unter anderem Hirse, Sorgho, Mais, Reis, Gemüse, Yamswurzel, Kartoffel, Mango und Baumwolle. 75% der Grundnahrungsmittel werden im Regenfeldbau erzeugt.

Baumwolle, bekannt als weisses Gold, ist die landwirtschaftliche Haupteinnahmequelle und fast die Hälfte der Exporteinnahmen. Der extensive Anbau schädigt jedoch die Böden und trägt damit zur Beschleunigung der Wüstenbildung bei. Der konventionelle Anbau geht einher mit einem starken Einsatz chemischer Mittel mit negativen Folgen für die Umwelt und die Menschen. Aus diesem Grund wird vermehrt Biobaumwolle angebaut.

Im Norden - in der Sahara und der Sahelzone - regnet es in 10 von 12 Monaten gar nicht. In der Sahelzone wird vor allem das malische Rind gezüchtet.

 

 

 

 

Eine weitere wichtige Einnahmequelle hinter der Baumwolle und dem Vieh ist Gold.

Die extensive Weidewirtschaft und der Regenfeldbau unterliegen aufgrund der klimatisch bedingten Risiken grossen Produktionsschwankungen. Gerade diese armen Menschen trifft es besonders, wenn der Regen ausbleibt oder die Weltmarktpreise für Baumwolle fallen.

 

 

Durch die geographische Lage ist Mali von seinen Nachbarstaaten abhängig. Als Binnenland kann es nur durch die anliegenden Transitländern am Welthandel teilnehmen. Politische Instabilität in den angrenzenden Ländern erschwert nicht selten den Transport und verursacht Zusatzkosten.

Von erheblicher Bedeutung sind die Transferzahlungen der im Ausland lebenden Malier.