Kultur in Mali

Mali konnte einen grossen Teil seiner traditionellen Kultur bewahren. Tanz und Musik sind im kulturreichen Mali von grosser Bedeutung. Die Künstler erzählen damit Geschichten.

 

Griots  -  spirituelle Sänger, Vermittler, Bewahrer des Wissens

Die Griots übten und üben immer noch eine wichtige Funktion als Musiker und Poeten aus. Sie geben die Geschichte des Landes und der Menschen über mehrere Generationen weiter. Die Wichtigkeit wird auch verständlich, wenn man bedenkt, dass weit über 50% in Mali Analphabeten sind.

 

Djiby & Basy Kouyate stammen aus einer sehr bekannten malischen Griotfamilie.  Griots haben ein tiefes spirituelles Wissen und geben den Menschen mit ihrem Gesang die Lebensweisheiten weiter.

Die Oma Fanta Damba zählt zu den bekanntesten traditionellen Sängerinnen in Mali. Auch Nafi Diabaté, ebenfalls ein Familien- mitglied, zählt zu den bekanntesten malischen Sängerinnen.

 

In der malischen Gesellschaft wird viel Wert auf Konsens und Zusammenhalt gelegt, sei es in der Grossfamilie oder im Dorf.

Kritik und Meinungsverschiedenheiten werden, zumindest in traditionellen Milieus, nur selten offen geäussert, wobei es jedoch - gewissermassen als Ventile für das Reduzieren von Spannungen - bestimmte Kommunikations- und Konfliktlösungsmechanismen gibt.

In diesem Zusammenhang spielen die Griots eine Rolle, die z.B. bei Familienstreitigkeiten vermitteln. 

In erster Linie fungieren die Griots als Bewahrer des oralen Wissens (z.B. der Geschichte bestimmter Familien) sowie des musikalischen Erbes. Sie singen Balladen, musizieren und erzählen, wobei sie auch Kritik und Spott äussern können. Bei vielen Zeremonien und Feierlichkeiten ist die Anwesenheit eines Griots erforderlich und erwünscht.